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Back12/04/2007

Roamingpreise purzeln, Ausschuss folgt Rübig-Linie. Paul Rübig MEP

 


RÜBIG, PaulDie Roamingpreise werden schon sehr bald purzeln. Das ist ein großer Erfolg für die Konsumenten und ein deutliches Signal an die Telekomindustrie", freut sich der Chefverhandler des Europäischen Parlaments, Paul Rübig (EVP-ED/A) über das heutige Abstimmungsergebnis: "Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments hat heute meinen Bericht zur Regulierung der Roamingpreise mit überwältigender Mehrheit angenommen. Meine Linie hat sich quer durch alle Fraktionen durchgesetzt."

Auf Vorleistungsebene votierte der Ausschuss für eine maximale Preisobergrenze im Großhandel von 0,23 € pro Minute, im Endkundenbereich sollen nach dem Willen des zuständigen Ausschusses für Aktivgespräche maximal 0,40 € und für eingehende Anrufe 0,15 € pro Minute verrechnet werden können. "Ich erwarte mir jetzt rasche und erfolgreiche Verhandlungen mit dem Rat, damit die neue Roamingkosten-Verordnung tatsächlich noch im Sommer in Kraft treten kann", so Rübig.

Mit diesem Ergebnis zeigte sich Rübig voll zufrieden, werde damit doch den Konsumenten weit entgegen gekommen. Weniger glücklich war Rübig mit der Mehrheitsentscheidung des Ausschusses, dass die neuen Preisobergrenzen automatisch auch für Altverträge mit dem Inkrafttreten der Verordnung gelten sollten. "Damit haben wir einen verpflichtenden Zwangstarif für alle, der zu einem hohen Verwaltungs- und Kostenaufwand für die Telekombetreiber führen kann. Persönlich wäre mir eine freiwillige Opt-In-Regelung lieber gewesen, da ich von der Mündigkeit der Konsumenten durchaus überzeugt bin. Natürlich bleibt den Konsumenten aber die Möglichkeit offen, aus dem Eurotarif wieder zurück in ihr altes Tarifmodell zu wechseln", so Rübig.

Der Industrieausschuss legte auch fest, dass Netze und Infrastruktur allen Betreibern zur Verfügung gestellt werden müssten (Must-Carry-Regelung). Als weiteren großen Erfolg bezeichnete der Parlamentsberichterstatter Rübig die Fortschritte im Transparenzbereich: "Sobald sich ein Mobiltelefon in ein Auslandsnetz einwählt, erhält der Konsument ein Gratis-SMS mit den geltenden Roamingkosten. Darüber hinaus zeigt ein Warnsignal am Display an, dass er sich jetzt im Roamingbereich befindet", so Rübig. Eine Gratistelefonnummer zum eigenen Netzbetreiber muss ebenfalls eingerichtet werden, über die der Kunde jederzeit Detailinformationen über die geltenden Kosten erhalten kann.

"Das Europäische Parlament hat heute seinen Einsatz für die Rechte der Konsumenten in ganz Europa demonstriert. Ich bin zuversichtlich, dass wir nun schnell mit dem Rat zu einer Einigung gelangen werden, da die Position des Rates nicht allzu weit von dem heutigen Abstimmungsergebnis entfernt ist. Ein echter Binnenmarkt in der Mobiltelefonie steht vor der Tür, profitieren werden vor allem die Konsumenten", sagte Rübig abschließend.

Für weitere Informationen:
Paul Rübig MEP, Tel: +32-2-284-5749
Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel: +32-475-790021


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