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Back30/11/2011

Religionsfreiheit: EVP-Fraktion fordert Integration der Religionsfreiheit in EU-Außenpolitik. Othmar Karas MdEP

 


KARAS, Othmar"Die EVP-Fraktion im Europäischen Parlament fordert, dass der Einsatz für Religionsfreiheit und gegen die weltweite Christenverfolgung mehr Gewicht in der Außenpolitik der Europäischen Union bekommen muss." Dies fordert Othmar Karas, stellvertretender Vorsitzender der EVP-Fraktion und verantwortlich für den Interreligiösen Dialog in seiner Eröffnungsrede der Konferenz zur Situation von verfolgten Christen im Nahen Osten.

"Demokratie ohne Religionsfreiheit funktioniert nicht. Religionsfreiheit und Demokratie sind untrennbar miteinander verbunden. Eine Gesellschaft, die die Menschen - egal ob sie eine Minderheit sind oder nicht - in der Ausübung oder beim Wechsel ihrer Religion behindert, kann nie wirklich partizipativ und demokratisch werden", betont EVP-Fraktionsvizevorsitzender Othmar Karas.

Auf Einladung der EVP-Fraktion diskutieren Betroffene und NGOs aus der Region, Europaabgeordnete, Journalisten und Diplomaten einen Tag lang die komplexe Beziehung zwischen Christen und Muslimen im Nahen Osten und wie die europäische Politik darauf reagieren sollte. In vielen Ländern, in denen jetzt politische Umbrüche stattfinden, werden neue Staatsverfassungen geschrieben. Auch in Ländern, in denen auf dem Papier seit Jahren Religionsfreiheit gilt, liegen oft Welten zwischen theoretisch festgeschriebenen Rechten und der täglichen Realität, der sich Christen gegenüber sehen. "Aufgabe der EU ist es, dort wo jetzt Demokratisierungsprozesse stattfinden, klar zu machen, dass Religionsfreiheit kein lästiger westlicher Standard, sondern eine Quelle gesellschaftlicher Stärke und Stabilität ist", betont Karas.

"Im Bereich der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit hat die EU eine historische Erfahrung, die es weiterzugeben gilt. Die EVP-Fraktion fordert, dass der Einsatz für Religionsfreiheit und gegen die weltweite Christenverfolgung mehr Gewicht in der Außenpolitik der Europäischen Union bekommen muss", so Karas.

Nach Schätzungen von Amnesty International sind zwischen 75 und 80% der wegen ihres Glaubens verfolgten Menschen Christen. Andere Schätzungen sprechen von 80 bis 120 Millionen verfolgten und diskriminierten Christen weltweit.

Mehr Details der Konferenz finden Sie hier:

EPP Group Bureau Meeting - 14th Annual Inter-religious Dialogue in Hungary

Für weitere Informationen:
Othmar Karas MdEP, Tel.: +32-2-2845627
Eduard Slootweg, Presse- und Kommunikationsdienst der EVP-Fraktion, Tel: +32-475-721280


Redaktionshinweis:
Die EVP-Fraktion ist mit 264 Mitgliedern die weitaus größte Fraktion im Europäischen Parlament.


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